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Bauentwicklung
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Ende des 19 Jahrhunderts wuchs die Einwohnerzahl der Stadt Erfurt und das Wohnungselend der Stadt nahm dementsprechend zu. Die Stadt erkannte die Notwendigkeit zur Gründung von Wohnungsgenossenschaften.
Unter Zusammenarbeit eines Komitees der Stadt Erfurt und des Mietervereins der Stadt wurde am 16. Mai 1898 die Genossenschaft "Erfurter Spar- und Bauverein" gegründet.

Stadtrat Ferdinand Schmidt

Am 1.Oktober 1899 wurde mit einem Volksfest die Fertigstellung des ersten Bauabschnittes Karlstr. 1- 5 und Auenstr. 51 begangen. Als Vater des Erfurter Spar- und Bauvereins gilt Stadtrat Ferdinand Schmidt. Er wurde nach Ende des ersten Geschäftsjahres Vorsitzender und entwarf unentgeltlich die Baupläne und agierte ebenfalls unentgeltlich als Bauleiter.

Die Zahl der Mitglieder stieg und bis 1905 bewohnten 1400 Menschen die Wohnungen der Genossenschaft.
Badeanstalt, Kindergarten und Kleingartenanlage wurden bis 1911 fertig gestellt und waren nicht selbstverständliche soziale Einrichtungen zur damaligen Zeit.
Eine erste Baupause wurde danach eingelegt.

Kindergarten
Spektakuläre Grundsteinlegung für den Bau der Häuser Nettelbeckufer 22/23

Der erste Weltkrieg verlängerte diese Pause und brachte auch für die Genossenschaft Probleme mit sich. Die zur Armee Einberufenen wurden mit der Erlassung von einem Drittel der Miete unterstützt. Die Finanzreserven der Genossenschaft schrumpften. Mit der Inflation kamen weitere Probleme dazu, welche es schließlich notwendig werden ließen, die Kinderbewahranstalt zu schließen.
Bis 1926 dauerte die Phase der Stagnation an. 1926 konnte endlich das Vorhaben, am Nettelbeckufer zu bauen, in die Tat umgesetzt werden. Im Oktober 1933 wurden dann auch die ersten Wohnungen am Papiermühlenweg fertiggestellt.
1939 begann man mit dem Bauabschnitt im Feldherrenviertel (Breitscheidstraße).
Der zweite Weltkrieg war ein weiterer Einschnitt in der Geschichte der Genossenschaft. Die Wohnungen waren fast ausschließlich von Frauen und Kindern bewohnt und die Baumaßnahmen beschränkten sich auf Bauvorhaben im Bereich der Schutzkeller.

Nach dem Krieg wurde große Aufbauarbeit getätigt, da auch die Genossenschaft durch alliierte Luftangriffe betroffen war. Erst 1954 wurde die Genossenschaft an das Stadtgasnetz angeschlossen, was ein wichtiger Fortschritt war. Elementarer Bestandteil der Genossenschaft waren die Mitglieder. Ihr Engagement war ausschlaggebend für den Erhalt der Wohnqualität in der Genossenschaft und der Zusammenhalt untereinander war inzwischen zur Tradition in der Genossenschaft geworden.


ein Erbteil des Krieges: der Block Breitscheidstr. 34-40

Hatte die Genossenschaft in der Vergangenheit ihre Bauvorhaben selbst geplant und durchgeführt, so war dies zu DDR - Zeiten nicht möglich. 1965 wurden der Genossenschaft in der Riethstraße und 1972 in der Lowetscher Straße Neubauwohnungen zugeteilt.
Anfang der achtziger Jahre wurden dann Renovierungsmaßnahmen in den Wohnungen der ersten Bauabschnitte getätigt, die den Bewohnern Bad und Innen-WC brachten.
Im Herbst 1989 sollte die Genossenschaft sich dann mit der AWG Zukunft zusammenschließen. Die Reparatursorgen der Genossenschaft hatten diesen Schritt notwendig gemacht.

Die politische Wende bedeutete eine neue Perspektive für den Erfurter Spar- und Bauverein. Im März 1990 beschlossen die Mitglieder die Rückkehr zur GWG "Erfurter Spar- und Bauverein". Nicht zuletzt der Vorsitzenden Frau Stein ist es zu verdanken, dass die Genossenschaft noch besteht, denn sie war es, die die Streichung der Genossenschaft aus den Grundbüchern und die Auflösung der Konten bis zuletzt aufgeschoben hatte. Nur durch diesen Umstand war es möglich die Genossenschaft zu erhalten.


in alter Schönheit: das Gründerviertel in der Aue

In der Folge wurden die notwendigen Sanierungs-maßnahmen Stück für Stück vorangetrieben.

Heute erscheinen die Wohnungen der GWG immer mehr in ihrem alten Glanz und die Traditionen der Genossenschaft werden dabei immer weiter getragen.